PHARMAINFORMATION UNABHÄNGIGE INFORMATION FÜR ÄRZTE
BEGRÜNDET VON DER ÄRZTEKAMMER FÜR TIROL IM JAHRE 1986 unter Präsident OMR Dr.J.M. Kapferer.
Verleger, Medieninhaber: Verlag der Österreichischen Ärztekammer, 1010 Wien, Weihburggasse 9.
Herausgeber: Gerhard Bauer (Neurologie), Christian Marth (Frauenheilkunde), Christian Prior (Innere Medizin), Hans Winkler (Pharmakologie) und Christian Wiedermann (Innere Medizin): Medizinische Fakultät der Universität Innsbruck; Wolfgang Schütz (Pharmakologie) und Irene Virgolini (Nuklearmedizin): Medizinische Fakultät der Universität Wien; Ekkehard Beubler (Pharmakologie): Medizinische Fakultät der Universität Graz.
Für den Inhalt verantwortlich und Korrespondenzadresse: Hans Winkler, Institut für Pharmakologie, Peter-Mayr-Straße 1a, A-6020 Innsbruck.
Druck: Agens-Werk Geyer + Reisser, A-1050 Wien.
Erscheint vierteljährlich (März, Juni, September, Dezember). Auflage: 33.000.
Internet: http://info.uibk.ac.at/c/c5/c515/pharmainfo.html
MITGLIED DER INTERNATIONALEN SOCIETY OF DRUG BULLETINS (ISDB)
Jahrgang 15/ Nr. 4 Innsbruck Dezember 2000
Neu registriert: Zanamivir: Relenza
G. Weiss, Universitätsklinik für Innere Medizin, Innsbruck
Die "Grippe" (Influenza) sorgt alljährlich
für weltweite Epidemien, die bei uns vor allem
in den Monaten von Dezember-März auftreten. Erreger
sind Influenzaviren der Gruppen A und B, die in der
Lage sind, ihre antigenen Oberflächenmoleküle
(Hyaluronidase: H und Neuraminidase: N) ständig
zu verändern, und somit bei einer neuerlichen
Infektion vom Immunsystem nicht mehr oder nur schlecht
erkannt werden. Diesen ständigen Veränderungen
der Influenzaviren wird durch jährliche Adaptationen
des Impfstoffes (angepasst an die H und N Antigene
der im jeweiligen Vorjahr aufgetretenen Erreger) Rechnung
getragen. Die Impfung stellte bislang die einzige effektive
Massnahme zur Prävention von Influenza-Infektionen
dar, wenngleich sie keinen 100%-igen Schutz verleiht
(die Zahl der "Impfresponder" sinkt vor allem
bei älteren Patienten drastisch bis auf ca. 40-50%
ab :1). Dennoch finden sich bei geimpften Non-Respondern
nach einer Infektion mit Influenzaviren ein milderer
Verlauf der Erkrankung und ein selteneres Auftreten
von Komplikationen. Die im Zusammenhang mit Influenza
auftretenden Komplikationen umfassen vor allem kardio-respiratorische
Probleme und sekundäre bakterielle Pneumonien,
die mitunter letal verlaufen können. Man schätzt,
dass in den USA jährlich 20.000-40.000 Personen
an den Folgen einer Influenza-Infektion versterben
(2), umgerechnet auf Österreich würde das
einer direkten Influenza-assoziierten Mortalität
von ca. 1000 Personen pro Jahr entsprechen. Dabei
entfällt die überwiegende Mehrzahl der tödlich
verlaufenden Influenza-Infektionen auf ältere
Personen (über 90% der Todesfälle bei Personen
über 65 Jahre). Auch wenn die klinischen Effekte von Relenza bei der Therapie unkomplizierter Influenza dokumentiert sind
und möglicherweise diese Substanz in der Prophylaxe
der Influenza-Infektion bald Einzug halten wird, so
bleiben insgesamt noch viele Fragen offen und unbeantwortet.
Besonders problematisch sind die fehlenden Daten hinsichtlich
Wirkung und Sicherheit bei Patienten mit chronischen
Atemwegserkrankungen, welche die Hauptrisikogruppe
für Komplikationen im Rahmen einer Influenza darstellen,
die unvollständigen Daten im Hinblick auf das
Nebenwirkungsprofil vor allem bei älteren und
(multi)morbiden Patienten, sowie die Gefahr eines unkontrollierten
Fehlgebrauchs (insbesondere als Impfersatz). Auch die
Häufigkeit und die Gefahr bronchospastischer Reaktionen
ist derzeit noch nicht endgültig zu bewerten.
Medikamentöse Therapie bei Demenz vom Alzheimertyp
In früheren Pharmainformationen (V/4/1990; VI/2/1991;
VI/4/1991; VII/1/1992; VII/2/1992) haben wir die sogenannten
Nootropica besprochen. Darunter sind Substanzen zu
verstehen, die eine Verbesserung der höheren corticalen
Funktionen ohne Unterschied der Ätiologie der
Demenz bewirken. Damals haben wir auf die begrenzte
und meist nicht ausreichend belegte Wirkung der besprochenen
Substanzen hingewiesen. Inzwischen hat die Grundlagenforschung
der Demenzen große Fortschritte gemacht. Auch
therapeutisch ergeben sich einige Ansätze, die
zwar keinen Durchbruch auf diesem menschlich, medizinisch
und auch ökonomisch so wichtigen Gebiet bedeuten,
aber doch geeignet sind, einen therapeutischen Nihilismus
zu überwinden.
Bei der Beurteilung von Nootropica erwies sich die Verläßlichkeit
der Untersuchungsmethoden als ernstes Problem. Neuropsychologische
Tests und computerisierte Auswertungsmöglichkeiten
neurophysiologischer Daten sind außerordentlich
zahlreich. Eine entsprechende Selektion wird immer
einen signifikanten Unterschied in dem einen oder anderen
Parameter ergeben, ohne dass eine klinische Relevanz
gesichert wäre. Neuere Untersuchungen beschränken
sich auf wenige Teste, die validiert sind, häufig
angewendet werden und deren klinische Aussagekraft
bekannt ist: Clinical Interview-Based Impression of
Change (CIBIC-Plus: bewertet Verhalten, kognitive Funktion
und Alltagsaktivität), Alzheimer's Disease Assessment
Scale-Cognitive Subscale (ADAS-Cog: für eine nähere
Beschreibung siehe unter Cholinesterasehemmer) und
Mini Mental-State Examination (MMSE). Untersuchungen,
die keine der angeführten Skalen beinhalten, sind
schwer vergleichbar.
Demenzen sind häufige Erkrankungen, die parallel
mit der Lebenserwartung zunehmen. In Österreich
leben derzeit 80.000 90.000 Menschen mit dementiellen
Syndromen, bis zum Jahr 2050 werden 190.000 vorausgesagt
(3). Die häufigste Form ist die DAT, eine neurodegenerative
Erkrankung, die absolut sicher nur autoptisch diagnostiziert
werden kann. Sie ist gekennzeichnet durch Gedächtnis-
und Denkstörungen bewußtseinsklarer Patienten,
die zur Beeinträchtigung von Alltagsaktivitäten
führen und mindestens 6 Monate dauern (4). Die
klinische Vermutungsdiagnose wird in über 80%
durch die Autopsie bestätigt (4). Neuropathologisch
ist die Erkrankung gekennzeichnet durch Neurofibrillendegeneration
und Ablagerung von beta-A4-Amyloid in senilen Plaques.
Für die seltenen familiären Formen sind 4
verschiedene Gen-Orte bekannt. Risikofaktoren für
die viel häufigeren sporadischen Formen sind in
erster Linie das Alter, dann weibliches Geschlecht,
Schädel-Hirntrauma, Morbus Parkinson und Trisomie
21 (4).
Neben der DAT spielen andere Demenzformen eine zahlenmäßig
untergeordnete Rolle. Wichtig ist die Abgrenzung von
depressiven Pseudodemenzen, von vasculär bedingten
Demenzen und von Demenzen als Symptom einer behandelbaren
Hirnerkrankung (z.B. Subduralhämatom). Der Begriff
der sogenannten senilen Demenz ist obsolet. Im folgenden
sollen ausschließlich medikamentöse Therapiemöglichkeiten
bei der DAT besprochen werden.
Wir werden zuerst die Nootropika besprechen, über
die wir bereits früher berichteten, und feststellen,
inwieweit neuere Daten die heutige Bewertung beeinflussen.
Wir haben dieses Präparat in der Pharmainfo VI/2/1991
negativ bewertet. Im Jahre 1994 wurde für Cerebrolysin
in Österreich die Indikation auf Alzheimer-Erkrankung
ausgedehnt. Dies beruhte offensichtlich auf einer Studie
(5), die als Autoren einen Professor aus Göttingen,
einen Arzt aus Freiburg, 2 Autoren aus einer Forschungsfirma
in München und einen Autor aus der Österreichischen
Firma, die die Zulassung besitzt, aufweist. Die Patienten/innen
stammten aus 4 Altersheimen und einer Privatpraxis
aus der Freiburger Gegend. Diese Studie berichtete
innerhalb von 4 Wochen zum Teil höchst signifikante
Verbesserungen bei psychometrischen Tests, hingegen
überraschenderweise fast keine Veränderungen
in der Placebo-Gruppe. Dies ist bei Patienten/innen
mit Alzheimer-Erkrankung im Vergleich mit anderen Studien
äußerst schwer nachvollziehbar (z.B. im
Gegensatz zur Studie mit Cholinesterasehemmern: siehe
6). Bevor wir hier nach nicht-naturwissenschaftlichen
Erklärungen suchen, sei einfach festgestellt,
dass eine 4-wöchige Studiendauer zur Therapie
der Alzheimer-Erkrankung, wie allgemein akzeptiert
wird, klinisch irrelevant ist. Eine österreichische
Studie (7) an Alzheimer-Patienten wurde ohne Placebo-Gruppe
durchgeführt und ist daher nicht zu bewerten.
Eine Literatursuche (Medline: Cerebrolysin-Alzheimer)
erbrachte für die letzten 5 Jahre nur diese beiden
genannten Studien und 4 weitere Zitate, aber keine
weitere klinische Studie. Es gibt also offensichtlich
keine Daten, die die Indikation Alzheimer-Erkrankung
für Cerebrolysin rechtfertigen. Dazu kommt auch,
dass Cerebrolysin ein schlecht definiertes eiweißfreies
Hydrolysat aus Schweinehirn darstellt. Dieses mag Neuropeptide
enthalten. Wenn diese aber nicht genau charakterisiert
sind, sind sie auch nicht in der Menge standardisierbar.
Von einem solchen Gehirn-Extrakt positive Wirkungen
zu erwarten, entspricht nicht dem heutigen Stand der
Wissenschaft. Hirnextrakte parenteral zu injizieren,
auch wenn es sich nicht um ein Extrakt aus Rinderhirn
handelt, ist wegen eines letztlich nie ausschließbaren
Risikos nicht mehr vertretbar. Spanien hat Cerebrolysin
bereits vom Markt genommen. Wie immer kann der/die
verschreibende Arzt/Ärztin selbst eine negative
Risiko/Nutzenbewertung mit entsprechender Konsequenz
vornehmen.
Die theoretische Grundlage für einen Nutzen dieser
Stoffe ist in der Rolle des Cholins als Vorstufe des
Acetylcholins zu sehen. Allerdings nehmen wir durch
die Nahrung (Phospholipide in der Membran) signifikante
Mengen dieser Stoffe täglich auf.
In der Pharmainfo VI/4/1991 haben wir festgestellt:
"Am Menschen konnte eine einheitliche Wirkung
bei cerebraler Insuffizienz nicht festgestellt werden.
Sowohl zur Prophylaxe dieser Störungen als auch
bei DAT wurden in neueren, gut-geplanten Langzeitstudien
keine positiven Effekte gesehen. Möglicherweise
tritt bei manchen Patienten eine subjektive Besserung
im Sinne eines gesteigerten Wohlbefindens ein."
Im Jahre 1994 stellte ein amerikanischer Review (9)
fest: "Clearly, the effect of hydergine in patients
with possible AD has not been adequately researched".
In der Zwischenzeit sind anscheinend keine Studien
publiziert worden (Medline Suche: Dihydroergotoxine,
Hydergine-Alzheimer: 4 Zitate), die diese negative
Bewertung widerlegen.
Diesen L-Typ Calciumkanalblocker haben wir in der Pharmainfo
VII/2/1992 besprochen. Er ist zur Behandlung des dementiellen
Syndroms zugelassen. Schon damals ergaben zwei Kurzzeitstudien
bei DAT-Patienten keine signifikanten Effekte. Wir
schlossen damals: "Die vorliegenden Daten machen
es eher unwahrscheinlich, dass Nimotop einen signifikanten
Fortschritt als Geriatricum darstellt. Langzeitstudien
könnten dieses derzeitige Urteil bestätigen,
aber auch noch widerlegen." Eine Literatursuche
(Medline: Nimodipine-Alzheimer) zeigte, dass in der
Zwischenzeit (seit 1992) zwar 22 Arbeiten sich mit
Nimodipin befaßten, aber offensichtlich keine
Studien publiziert wurden, die eine positive Langzeitwirkung
bei DAT belegen.
In der Pharmainfo VII/1/1992 kamen wir zum Schluß:
"Die nootrope Wirkung von Pyritinol ist nicht
in methodisch unangreifbarer Weise belegt. Überdies
besteht die Möglichkeit des Auftretens ernster
Nebenwirkungen. Die Entscheidung über den therapeutischen
Einsatz dürfte daher leicht fallen". Im Jahre
1992 erschien eine Doppelblindstudie (10), in der bei
mehreren Parametern signifikante Vorteile für
Pyritinol gesehen wurden. Allerdings ist diese Studie
schwer zu bewerten, weil z.B. für den Clinical
Global Impression Test nur ein einzelnes Testverfahren
untersucht oder präsentiert wurde. Auch die kurze
Studiendauer von 12 Wochen läßt keine Schlüsse
zu. Eine weitere Studie (11) mit relativ kleinen Patientenzahlen
(18 für Pyritinol), aber mit einer Studiendauer
von 16 Monaten, fand weder im Bereich der neuropsychologischen
Tests noch für den Glukose-Metabolismus im Gehirn
irgendwelche konsistenten Effekte für Pyritinol.
Insgesamt ergab eine Literatursuche (Medline: Pyritinol-Alzheimer)
6 Zitate, aber keine weitere Langzeitstudie. Unser
negatives Urteil aus dem Jahr 1992 wurde nicht widerlegt.
In der Pharmainfo V/4/1990 kamen wir zu folgendem Schluß:
"Ein klinischer Nutzen bei Hirnleistungsstörungen
ist bis heute nicht ausreichend belegt. Vor allem Studien
aus letzter Zeit lieferten negative Resultate. Dem
stehen als Nebenwirkungen insbesondere Schlafstörungen,
Ängstlichkeit und Unruhe gegenüber, solche
schwerer oder gefährlicher Art wurden allerdings
nicht festgestellt."
Da in der Pathogenese der DAT auch entzündliche
Vorgänge eine Rolle spielen, wurden nicht-steroidale
Antirheumatika hinsichtlich ihrer präventiven
Wirkung untersucht. Tatsächlich zeigten sich gewisse
positive Effekte (13). Methodische Unsicherheiten und
die bekannt hohe Nebenwirkungsrate lassen eine entsprechende
Therapieempfehlung allerdings derzeit nicht ratsam
erscheinen.
Frauen sind einem höheren Risiko ausgesetzt, an
DAT zu erkranken, als Männer gleichen Alters.
Östrogenmangel in der Menopause mit Effekten auf
cholinerge cerebrale Strukturen wurde als Erklärung
vermutet. Hinweise, dass Hormonersatz das DAT-Risiko
vermindert, müssen aber erst durch prospektive
klinische Studien verifiziert werden, bevor Östrogen-Ersatz
in dieser Indikation empfohlen werden kann (14). Zumindest
in der Therapie einer bereits bestehenden DAT (mild
bis mittelschwer) haben Östrogene, wie kürzlich
erschienene Studien zeigen, keine positive Wirkung
(14a: 1 Jahr Behandlung; 14b: 3 Monate).
In einer Doppelblindstudie (15) erhielten 341 Alzheimer
Patienten entweder Selegilin, Vitamin E (mit einer
sehr hohen Dosis von 2000IE), beides zusammen oder
Placebo über 2 Jahre. Als primärer Endpunkt
wurde die Kombination aus Tod, Institutionalisierung,
Verlust von basalen Funktionen des täglichen Lebens
und schwere Demenz untersucht. Nach 2 Jahren wurde
kein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen
gefunden. Nur wenn man die zufällig unterschiedlichen
Basalwerte der Placebogruppe nachträglich korrigiert,
zeigten die Verumgruppen gegenüber der Placebogruppe
eine signifkante Verzögerung des Primärpunktes.
Die psychometrischen Tests zeigten allerdings keine
konsistenten positiven Resultate. Alles in allem ein
enttäuschendes Resultat. Beiden Substanzen werden
antioxidative Wirkungen zugeschrieben, die vorliegende
Studie unterstützt aber nicht das Konzept, dass
eine solche Eigenschaft die Entwicklung der Alzheimer-Erkrankung
signifikant beeinflussen kann.
Diese Extrakte enthalten Ginkgoflavonglycoside und Terpenoide,
zu denen die Ginkgolide A, B und C gehören (siehe
16). Die verschiedensten Wirkungen, wie Antagonismus
gegenüber dem platelet-activating factor, antioxidative
und neuroprotektive Effekte werden diesen Substanzen
zugeschrieben, ohne dass allerdings ein direkter Bezug
zwischen der Wirkung eines Inhaltsstoffes und einer
möglichen klinischen Wirkung bis jetzt hergestellt
werden konnte.
Das cholinerge System ist bei DAT am deutlichsten und
am frühesten betroffen (23). Der Nucleus basalis
magnocellularis Meynert, der Hippocampus und das Stirnhirn
sind am schwersten geschädigt. Die wichtige Rolle
der cholinergen Systeme in den genannten Hirnarealen
für Gedächtnis- und Denkleistungen wurde
schon früh erkannt (24) und bestätigte sich
in der Folgezeit. Acetylcholin-Esterasehemmer haben
sich zur Verbesserung des Transmitterdefizits bislang
als am wirksamsten erwiesen, sie können den Abbau
von endogen freigesetztem Acetylcholin hemmen und auf
diese Weise beim DAT-Patienten die Funktion der verbliebenen
Neurone optimieren. Cholinesterasehemmer können
mehr oder weniger selektiv die Acetylcholin-Esterase
hemmen und damit vorwiegend im Gehirn wirken oder weniger
selektiv die Butyrylcholin-Esterase und damit auch
peripher (25). Ob sich diese in vitro-Unterschiede
auch klinisch in Form unterschiedlicher peripherer
Nebenwirkungen zeigen, ist noch nicht klar. Klar hingegen
ist, dass die Wirkung der Cholinesterasehemmer ausschließlich
palliativ ist.
Tacrin war das erste Medikament, das speziell zur Behandlung
der DAT zugelassen wurde. Die Substanz wurde in zwei
randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten
Parallelgruppen-Untersuchungen über 12 und 30
Wochen getestet (26,27). Die Langzeitwirkung wurde
in einer offenen Anschlußuntersuchung überprüft
(28).
Donepezil hemmt zumindest in vitro die ZNS-Ach-Esterase
selektiv (30). Es hat eine lange Halbwertszeit von
70 Stunden (31), so dass eine 1x/Tag-Gabe möglich
ist. Wirksamkeitsstudien waren doppelblind und Placebo-kontrolliert
(6). Leichte bis mäßig schwere DAT-Patienten
(n=154 bzw. 162 pro Gruppe) wurden für 24 Wochen
mit Placebo, 5 mg/Tag und 10 mg/Tag Donepezil behandelt
und u.a. mit ADAS-Cog, CIBIC-Plus und MMSE getestet.
Mit beiden Dosen wurden signifikante Verbesserungen
gegenüber Placebo beobachtet, 10 mg waren aber
nur geringfügig wirksamer als 5 mg. Cholinerge
Nebenwirkungen hingegen kamen unter 10 mg häufiger
vor. In einer offenen Weiterführung der Behandlung
war der Effekt noch nach 98 Wochen nachweisbar (31).
Dieses Medikament erhielt 1998 eine zentrale europäische
Zulassung (siehe European Public Assessment Report
EPAR: http://www.eudra.org/humandocs/humans/epar.htm).
Während einer Kurzzeit-Exposition hemmt Rivastigmin
die Gehirn-Acetylcholinesterase 4-17mal besser als
die periphere, nach 14 Tagen geht dieser Unterschied
aber verloren. Gleichzeitige Einnahme von Speisen verlangsamt
die Resorption, dies wird aber empfohlen, um Nebenwirkungen
infolge der raschen Aufnahme zu vermindern. In mehreren
Doppelblindstudien (gesamt über 1.000 Patienten)
von 26 Wochen Dauer wurden positive Effekte, allerdings
nicht in allen Studien statistisch signifikant, für
den ADAS-Cog und CIBIC-Plus Test gesehen. Wenn man
betrachtet, wieviele der Patienten einen Anstieg, den
man als klinisch relevant ansehen kann (mehr als 4
Punkte), zeigen, dann sind diese Zahlen für den
ADAS-Cog 16% für Rivastigmin versus 10% für
Placebo, und für CIBIC-Plus 28% versus 20%. So
wie die oben diskutierten Zahlen für Donepezil
zeigen auch diese, dass zwar in gut geplanten Studien
signifikante Effekte bei DAT erhalten wurden, dass
diese aber nur bei wenigen Patienten/innen eine klinisch
relevante Verbesserung bedingen.
Große Fortschritte in der Erforschung der Basismechanismen
der Demenzen und sich daraus ergebende theoretische
Behandlungsmöglichkeiten haben etwas Bewegung
in diesen bislang durch therapeutischen Nihilismus
geprägten medizinischen Subkontinent gebracht.
Für Cholinesterasehemmer ist der Beweis für
eine Wirksamkeit erbracht. Klinische Relevanz dürfte
diese aber nur für einen kleinen Teil der Patienten
haben. Für Ginkgo-Präparate ist ein abschließend
positives Urteil noch nicht möglich, für
alle anderen Präparate fehlt ein überzeugender
Nachweis der Wirkung bzw. ist auch ein Fehlen der Wirkung
bei DAT bereits gesichert. Wichtig erscheint, dass
eine prophylaktische Gabe von Cholinesterasehemmern
bei asymptomatischen Personen, die über nicht
krankheitsbedingte Vergeßlichkeit klagen oder
befürchten, an Mb. Alzheimer zu erkranken, nicht
zweckmäßig ist.
Seit ca. einem Jahr ist in Österreich ein neues
Medikament zur Behandlung (aber nicht zur Prophylaxe)
der unkomplizierten Influenza zugelassen. Zanamivir
(Relenza) ist ein Inhibitor der viralen Neuraminidase,
der dadurch das "Andocken" des Influenzavirus
an das Bronchialepithel verhindern und somit den Ausbruch
oder das Fortschreiten einer Influenza-Infektion unterbinden
soll. Sowohl Influenza A als auch Influenza B Viren
werden durch das Medikament erfasst. Zanamivir wird
in Österreich als Pulver zur Inhalation (mit mitgeliefertem
Rotadisk) angeboten.
Klinische Studien haben gezeigt, dass die Gabe von Relenza
unmittelbar nach dem Auftreten von "grippalen"
Symptomen zu einer signifikanten, wenn auch bescheidenen
Verbesserung des klinischen Verlaufs führte. In
der ersten derartigen Studie führte die Gabe von
Zanamivir bei jungen Patienten (Durchschnittsalter
ca. 30 Jahre) mit febriler Influenza-Infektion zu einer
Reduktion der Fieberdauer von 6.8 Tagen (Placebo) auf
5.2 Tage (Zanamivir). Dieser Effekt trat nur auf, wenn
Zanamivir innerhalb von 30 Stunden nach Auftreten der
Symptome eingenommen wurde. Bei den Patienten mit
nachgewiesener Influenza-Infektion betrug die Dauer
bis zur klinischen Besserung/Symptomfreiheit 6.3 Tage
in der Placebogruppe versus 5.4 Tage in der Zanamivirgruppe
(3). Diese Ergebnisse wurden in weiteren Studien bestätigt,
wo es unter anderem zu einer Reduktion der Fieberdauer
von 6 Tagen (Placebo) auf 4.5 Tage (Zanamivir) (4)
bzw. zu eine Verkürzung der Dauer bis zur Symptomfreiheit
um einen Tag zugunsten der Zanamivirgruppe kam (5).
Einschränkend bleibt zu bemerken, dass diese Studien
vor allem mit jüngeren Patienten mit unkomplizierten
Influenza-Infektionen durchgeführt wurden. Demgegenüber
liegen kaum Daten zur Effektivität und Sicherheit
dieser Substanz bei älteren Patienten und vor
allem bei Risikogruppen vor. Insbesondere fehlen auch
verlässliche Daten, die belegen, ob die Gabe von
Zanamivir einen günstigen Effekt auf die Inzidenz
von Sekundärkomplikationen und die mit Influenza-assoziierte
Mortalität hat.
Im Rahmen der oben zitierten klinischen Studien wurden
keine ernstzunehmenden Arzneimittelnebenwirkungen dokumentiert.
Die häufigsten unerwünschten Wirkungen betrafen
gastrointestinale Störungen, Kopfschmerzen, Husten,
Bronchitis oder Übelkeit, wobei die Inzidenz jeweils
unter 5% lag und kein signifikanter Unterschied zur
Placebogruppe bestand. Nach der Markteinführung
zeigte sich allerdings bei Personen mit Asthma bronchiale
oder einer chronischen obstruktiven Lungenerkrankung
eine mehr als 20%-ige Reduktion der Lungenfunktion
(FEV1 oder peak flow: siehe Dear Doctor Letter der
Firma). Darüber hinaus kam es in dieser Patientengruppe
auch zum Auftreten von mitunter schweren Bronchospasmen
mit vereinzelten Todesfällen (6). Darüber
hinaus bleibt zu bemerken, dass bisher wenig Daten
über die Verwendung von Zanamivir bei Patienten
mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
sowie bei kardialer Insuffizienz vorliegen (7).
Die initiale Euphorie nach der Einführung von Zanamivir
im letzten Jahr hat auch zu einem massiven Fehlgebrauch
von Zanamivir geführt. So wurden mitunter bakterielle
Pneumonien anstatt mit Antibiotika fälschlicherweise
mit Zanamivir behandelt oder auch mit einer Kombination
aus beiden (FDA,Script 2000). Darüber hinaus ist
auch zu bedenken, dass viele "grippale" Infekte
nicht auf Influenzaviren zurückzuführen sind.
Sogar in den oben zitierten klinischen Studien hatten
im Durchschnitt nur ca. 60-70% der mit Zanamivir oder
Placebo behandelten Patienten mit "grippalen Infekten"
tatsächlich eine Infektion mit Influenzaviren.
Prophylaxe: Mittlerweile wurden auch Studien durchgeführt,
um die Wirkung von Relenza in der Prophylaxe einer
Influenza-Infektion zu untersuchen. Im Rahmen einer
doppelblinden-randomisierten Studie unter 1107 Studenten
führte die tägliche Gabe von Relenza über
einen Zeitraum von 28 Tagen während einer Grippeepidemie
zu einer Reduktion der symptomatischen Influenzafälle
von 6% (Placebogruppe) auf 2% (Relenzagruppe), was
einem 67%-igen Protektionseffekt entspricht (unveröffentlichte
Zanamivir-Study A3005). Prinzipiell könnte also
die Gabe eines Neuraminidase-Inhibitors eine wertvolle
Expositionsprophylaxe oder Ergänzung für
Patienten sein, die nicht geimpft werden können
oder schlecht auf eine Impfung ansprechen. Weiters
könnte sich eine Expositionsprophylaxe im Rahmen
von Epidemien, z.B. in Altersheimen oder Pflegeheimen,
als sinnvoll erweisen bzw. eine wertvolle Maßnahme
gegen neu aufgetretene Influenzaviren sein.
Allerdings birgt ein derartiges Vorgehen abgesehen von
den gewichtigen und noch zu klärenden Punkten
hinsichtlich der Verwendung von Relenza (siehe oben)-
die große Gefahr in sich, dass dadurch die Moral,
sich der immer noch effektivsten Massnahme gegen eine
Influenza-Erkrankung nämlich der Impfung zu bedienen,
deutlich absinkt. Eine medikamentöse Prophylaxe
ist kein Ersatz für eine Impfung!
(1)Morbidity & Modality WR 47,1,1998
(2)Am J Publ Health 87,1944,1997
(3)NEJM 337,874,1997
(4)Lancet 352,1877,1998
(5)J Inf Dis 180,254,1999
(6)Worst pills, Best Pills News S.71,Sept.2000
(7)Morbidity & Modality WR 48,RR-14,1999
Bei der Demenz vom Alzheimertyp ergeben sich weitere
Schwierigkeiten. Neben der Verbesserung der kognitiven
Leistungen sind auch Verlangsamungen des Fortschreitens
der Erkrankung zu berücksichtigen (1). Die Registrierung
wirksamer Antidemenzmittel läßt Placebo-kontrollierte
Studien ethisch bedenklich erscheinen (2). Im Vergleich
zu den jahrelangen Verläufen der Erkrankung sind
die Beobachtungszeiträume auch der längsten
Untersuchungen kurz. Alle diese Unsicherheiten müssen
bei der Aufnahme einer Behandlung gegen eventuelle
Nebenwirkungen bedacht werden.
In einer kürzlich publizierten Zusammenfassung
von J. Klein (8) steht: "Während aber in
einigen klinischen Studien Besserung der kognitiven
Fähigkeiten bei Untergruppen von Patienten sichtbar
waren, zeigten die Studien in Gänze betrachtet,
dass eine Supplementierung mit Cholin oder Lecithin
keine erfolgreiche Methode ist, um klinisch relevante
Verbesserungen kognitiver Parameter zu erreichen,"
und "bei der Alzheimer-Demenz ist die Gabe von
Cholin oder Lecithin nicht wirksam". In Österreich
sind diese Präparate für diese Erkrankung
auch nicht zugelassen.
Bezüglich Alzheimer wurde im Jahr 1993 eine Doppelblindstudie
über 1 Jahr durchgeführt. Die Patientenzahl
war klein (n=33), die gewählte Dosis (8 g/Tag)
hoch. Der Zustand der Patienten sowohl in der Verum-
als auch Placebogruppe verschlechterte sich, nach 12
Monaten war trotz der hohen Piracetam-Dosis nur in
einem von 14 Tests ein signifikanter Unterschied zu
finden (12). Eine günstige Wirkung von Piracetam
bei Alzheimer-Patienten ist daher nicht belegt. Eine
Literatursuche (Medline: Piracetam-Alzheimer) ergab
seit dieser Arbeit (1993) keinen Hinweis auf weitere
klinische Placebo-kontrollierte Studien zu diesem Problem
(14 Zitate).
Positiv ist zu bemerken, dass im Gegensatz zu anderen
Nootropica für Ginkgo-Präparate in den letzten
Jahren der Versuch gemacht wurde, durch neue Studien
einen Wirksamkeitsbeweis zu erreichen (Medline: Ginkgo-Alzheimer:
38 Zitate für 1994-99). Trotzdem ist die Zahl
der auswertbaren Studien noch immer klein. Eine erste
Übersichtsauswertung wurde 1992 (17) vorgenommen.
Von den zahlreichen publizierten Studien konnten nur
8 in eine kritische Analyse einbezogen werden. Im Jahre
1998 bei einer neuerlichen kritischen Auswertung (16)
verblieb aus dieser Zeit nur 1 Studie und 3 weitere
kamen dazu (18,19,20). Ein Hauptgrund für die
mangelnde Auswertbarkeit war die diffuse Diagnose zerebrale
Insuffizienz, während in den ausgewerteten Studien
die Diagnose DAT vorlag. Die Gesamtzahl der Patienten
in allen 4 Studien war für die Verumgruppe letztlich
nur 212. Übereinstimmend konnte ein gering positiver,
aber signifikanter kognitiver Effekt (ADAS-Cog) gefunden
werden, während in den Verhaltensparametern (z.B.
CIBIC-Plus) uneinheitliche Resultate erhalten wurden.
In der größten Studie (n=120 für die
Ginkgo-Gruppe) war nach 54 Wochen zwar eine Verbesserung
beim ADAS-Cog Test, für den CIBIC Test aber für
Verum und Placebo eine Verschlechterung festzustellen.
Negativ für diese Studie ist auch, dass von den
120 Verum-Patienten nach 52 Wochen nur mehr 68, etwas
mehr als 50%, in der Studie verblieben, in der Placebo-Gruppe
gar nur mehr 54 Patienten. Auffällige Nebenwirkungen
wurden in diesen Studien nicht beobachtet. In einzelnen,
offenbar sehr seltenen Fällen wurden Blutungen
beobachtet (z.B. subdurales Hämatom: siehe 21).
Die derzeitige Datenlage ist nicht ausreichend, um Ginkgo-Extrakte
bei DAT als gesicherte und klinisch relevante Therapie
empfehlen zu können (siehe auch 16, 22). Welcher
der in vitro Effekte klinisch relevant sein könnte,
ist nach wie vor unbekannt (im Gegensatz z.B. zu Cholinesterasehemmern).
Erst die Definition, Isolierung und klinische Testung
der Inhaltsstoffe, die für eine mögliche
Wirkung zuständig sind, wird eine verläßliche
(standardisierbare) und möglicherweise auch eine
höhere Dosierung von spezifischen Wirkstoffen
erlauben, ohne Nebenwirkungen von nicht wirksamen,
aber im Extrakt enthaltenen, anderen Stoffen befürchten
zu müssen. Die Behauptung, mehrere oder gar alle
Wirkstoffe bewirken in einem Zusammenspiel eine klinisch
positive Wirkung, ist unbewiesen. Bis jetzt hat sich
immer wieder gezeigt, dass die Reinigung und Definition
und anschließende klinische Austestung von einzelnen
Wirkstoffen aus dem Naturprodukt (von Morphin und Herzglycosiden
bis zu Penicillin, Ciclosporin und dem Cholesterinsenker
Lovastatin) entscheidend ist, um zu einer rationalen
Therapie mit Stoffen aus der Natur zu kommen. Eine
solche Vorgangsweise würden wir für eine
wissenschaftlich fundierte Naturheilkunde als zweckentsprechend
erachten.
Eine positive Wirkung wird für leichte und mittelschwere
Demenz belegt, für schwere Formen ist eine Wirksamkeit
nicht nachgewiesen. Wegen der negativen Wirkung auf
die Leber (Anstieg der Leberenzyme bei bis zu 30% der
Behandelten: 29) sind regelmäßige Kontrollen
der Leberfunktionsproben, zu Beginn in 14-tägigen
Abständen notwendig.
Da vergleichbare Cholinesterasehemmer ohne die geschilderte
Nebenwirkung auf die Leber zur Verfügung stehen,
ist die Verordnung von Tacrin nur mehr in Ausnahmefällen
gerechtfertigt.
Die Frage der klinischen Relevanz der in diesen Studien
beobachteten signifikanten Effekte soll etwas im Detail
diskutiert werden. Beim ADAS-Cog Test werden Gedächtnis,
Sprache, Orientierung und die Durchführung einfacher
Aufgaben gemessen. Der Bewertungsbereich geht von 0
70 Punkte. Im Rahmen des progressiven Krankheitsverlaufes
steigt dieser Index bis zu 7 10 pro Jahr. In der oben
zitierten Studie zu Donepezil (6) war nach 24 Wochen
Behandlung dieser Test bei der Placebogruppe um 1,82
gestiegen, in der höheren Dosis (10 mg) von Donepezil
um 1,06 gesunken, also verbessert (Gesamtdifferenz
zu Placebo 2,88). Dieses Beispiel zeigte sehr gut,
dass wir reproduzierbare und signifikante Daten erhalten
können. Die klinische Relevanz dieser Veränderungen
von 2 3 Skalenpunkten im Gesamtdurchschnitt erscheint
in einer Skala von 70 wohl limitiert. Die Verbesserung
bei einzelnen Patienten (!) kann aber höher sein
und daraus ergibt sich die Konsequenz, die Behandlung
nur bei Patienten/innen fortzuführen, bei denen
entsprechende Erfolge zu beobachten sind.
Der Erfolg der Therapie muß daher regelmäßig
durch einen Neurologen oder Psychiater evaluiert werden,
wobei dem Urteil von Kontaktpersonen durch sorgfältige
Außenanamnesen großes Gewicht zukommt.
Bei fehlender Besserung soll das Medikament schon wegen
der hohen Nebenwirkungsrate (vor allem Nausea, Erbrechen,
Durchfälle und Schlaflosigkeit) abgesetzt werden.
Erwähnt sei, dass hier für dieses Präparat
eine Literatursuche (Medline: Donepezil-Alzheimer)
153 Zitate ergab, was auf die aktive Forschungstätigkeit
für diese Substanz im Gegensatz zu den "alten"
Nootropika hinweist.
Die Nebenwirkungen sind ähnlich denen von Donepezil,
im gesamten ist Rivastigmin wie Donepezil zu bewerten
und dementsprechend nur zur Langzeit-Therapie von einigen
Patienten/innen erfolgversprechend.
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P.b.b. Erscheinungsort Verlagspostamt 1010 Wien
Montag, 15-Jänner-2001
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