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Mentoring für Studierende

Gestalten Sie Zukunft mit – als Mentor:in an der Medizinischen Universität Innsbruck. Teilen Sie Ihre Erfahrungen, eröffnen Sie Perspektiven und begleiten Sie Studierende auf Ihrem persönlichen und beruflichen Weg.

Über das Programm

Das Mentoring-Programm der Medizinischen Universität Innsbruck bringt Studierende mit erfahrenen Persönlichkeiten aus Lehre, Forschung, Klinik und universitärer Praxis zusammen. Als Mentor:in begleiten Sie eine kleine Gruppe von Studierenden über ein Studienjahr hinweg und geben Einblicke in Ihren beruflichen Alltag, fachliche Fragestellungen, Karrierewege und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Nach einer erfolgreichen Pilotphase wird das Mentoring-Programm ab dem Studienjahr 2026/27 in den Regelbetrieb überführt. Ab Herbst 2026 steht es Studierenden der Humanmedizin ab dem 3. Studienabschnitt sowie Studierenden der Molekularen Medizin (im Bachelor ab dem 3. Semester und im Masterstudium) offen.

Ziel des Programms ist es, Studierende individuell zu unterstützen, Orientierung zu geben und den persönlichen Austausch mit erfahrenen Personen aus Universität, Forschung und klinischer Praxis zu stärken.

Warum als Mentor:in engagieren?

Als Mentor:in leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur individuellen Entwicklung des medizinischen und wissenschaftlichen Nachwuchses an der Medizinischen Universität Innsbruck. Sie geben nicht nur Wissen und Erfahrung weiter – Sie schaffen Raum für Fragen, Orientierung und persönliche Entwicklung.

👤 Den Nachwuchs von morgen kennenlernen

Lernen Sie engagierte Studierende kennen, die sich gezielt für Ihr Profil, Ihre beruflichen Erfahrungen oder Ihr Fachgebiet interessieren. Begleiten sie junge Kolleg:innen in einer wichtigen Phase ihrer akademischen und persönlichen Entwicklung.

💬 Mentoring individuell gestalten

Sie gestalten Themen, Format und Frequenz der Treffen gemeinsam mit Ihrer Gruppe. Es gibt keinen starren Programmablauf: Mentoring bietet ein offenen, vertrauensvollen und flexibel gestaltbaren Rahmen für Austausch und Orientierung.

📋 Ihr Fachgebiet sichtbar machen

Nutzen Sie die Möglichkeit, Ihr Fachgebiet, Ihre Forschungsschwerpunkte und Ihre persönlichen Perspektiven vorzustellen. Geben Sie Einblicke in unterschiedliche Berufs- und Karrierewege innerhalb und außerhalb der Universität.

🎓 Als Lehrleistung anerkannt

Ihr Engagement im Mentoring wird als Lehrleistung berücksichtigt. Das Feedback Ihrer Mentees kann in die Habilitationslehre einfließen. Darüber hinaus wird die Teilnahme an der verpflichtenden Grundschulung als Wahlmodul im Rahmen der Habilitation anerkannt.

So läuft das Mentoring ab

Einführungsworkshop für Mentor:innen absolvieren
Vor Beginn Ihrer Mentoring-Tätigkeit nehmen Sie einmalig an einem Einführungsworkshop teil. Der Workshop vermittelt zentrale Grundlagen für die Gestaltung professioneller Mentoring-Beziehungen und unterstützt Sie dabei, Ihre Rolle als Mentor:in sicher und wirkungsvoll wahrzunehmen. Der Workshop ist Teil des Medizindidaktik-Programms und verpflichtende Voraussetzung für die Teilnahme am Mentoring-Programm.

Persönliches Mentor:innenprofil erstellen
Sie erstellen ein individuelles Profil für das interne Mentor:innenverzeichnis auf Moodle. Stellen Sie sich und Ihre Schwerpunkte vor – etwa mit einem Foto oder Video, Angaben zu Fachgebieten und Forschungsschwerpunkten sowie Themen, über die Sie gerne sprechen möchten. Auf Grundlage dieser Profile wählen Studierende die Mentor:innen aus, die am besten zu ihren Interessen und Entwicklungszielen passen.

Kontakt zu Mentees aufnehmen
Nach Abschluss der Anmeldephase im Oktober erhalten Sie die Information zu den Studierenden, die sich für Ihr Mentoring angemeldet haben. Sie nehmen Kontakt mit Ihrer Gruppe auf und vereinbaren ein erstes Kennenlernen. Eine Mentoring-Gruppe besteht aus zwei bis maximal fünf Mentees.

Mentoring-Treffen gestalten
Über das Studienjahr hinweg treffen Sie sich regelmäßig mit Ihrer Gruppe. Vorgesehen sind mindestens fünf Treffen pro Semester. Zeitpunkt, Ort und Format bestimmen Sie gemeinsam mit Ihren Mentees – ob persönlich, online, im kleine Kreis oder im Rahmen eines Einblickes in Ihren Arbeitsalltag. Die Inhalte orientieren sich an den Interessen der Gruppe.

Feedback einholen und Lehrleistung rückmelden
Am Ende des Mentoring-Jahres erhalten Ihre Mentees die Möglichkeit, das Mentoring anonym zu evaluieren. Dieses Feedback unterstützt die Weiterentwicklung des Programms und kann für Ihre Habilitationslehre berücksichtigt werden.
Bitte geben Sie die Durchführung Ihrer Mentoring-Tätigkeit anschließend in Ihrem Lehrbeauftragungs-Rückmeldeformular bekannt: lehrorganisation@i-med.ac.at Diese Rückmeldung bildet die Grundlage für die Anrechnung im Rahmen Ihrer Lehrbeauftragung.

So werden Sie Mentor:in

1. Interesse anmelden
Melden Sie Ihr Interesse an einer Teilnahme am Mentoring-Programm an:

2. Einführungsworkshop besuchen
Die Teilnahme am Einführungsworkshop ist Voraussetzung für Ihre Tätigkeit als Mentor:in. Aktuelle Termine sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Website des Medizindidaktik-Programms.

FAQs

Die inhaltliche Gestaltung des Mentorings liegt bei Ihnen und Ihren Mentees. Sie entscheiden gemeinsam, welche Themen für die Gruppe besonders relevant sind und welche Erfahrungen oder Perspektiven Sie einbringen möchten. Das Mentoring bietet Raum für fachlichen Austausch ebenso wie für persönliche Orientierung und Fragen zur individuellen Studien- und Karriereplanung. Die Themen können sich im Laufe des Studienjahres verändern und an den jeweiligen Bedarf der Gruppe anpassen. Entscheidend ist ein offener, vertrauensvoller Austausch, der den Studierenden Orientierung gibt und sie in ihrer persönliche sowie fachlichen Entwicklung unterstützt.
Mögliche Themenbereiche sind beispielsweise:

  • Persönliche Entwicklung und berufliche Orientierung: Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben; Work-Life-Balance und Umgang mit hohen Anforderungen; Selbstmanagement, Prioritätensetzung und Zeitmanagement; Umgang mit Belastungen, Unsicherheit und Zeitdruck; Motivation im Studium und Beruf; Erfahrungen mit Misserfolgen, Umwegen und Neuanfängen; Persönliche Haltung und Rollenverständnis als Ärztin/Arzt oder Wissenschaftler:in; Berufsbild und berufliche Identität; Genderaspekte, Diversität und Chancengerechtigkeit im medizinisch-wissenschaftlichen Umfeld
  • Studium und praktische Erfahrungen: Planung und Auswahl von Diplom- oder Masterarbeiten; Orientierung bei Famulaturen und klinisch-praktischen Erfahrungen; Vorbereitung und Gestaltung von Auslandsaufenthalten; Lab Exchanges und Forschungsaufenthalte; Prüfungsvorbereitung und Lernstrategien; Übergange im Studium sowie die Verbindung von Theorie, Forschung und Praxis
  • Karriereplanung und postgraduelle Ausbildung: Wege in Ihr Fachgebiet – wie gelingt der Einstieg?; Einblicke in unterschiedliche Karrierewege in Klinik, Forschung, Universität oder weiteren Berufsfeldern; akademische Karrierewege – was bedeutet eine wissenschaftliche Laufbahn konkret?; Möglichkeiten und Voraussetzungen für PhD-Programme und PhD-Stellen; Bewerbungsstrategien, Netzwerken und berufliche Entscheidungsfindung; Chancen, Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten in der postgraduellen Ausbildung
  • Fachliche und oder wissenschaftliche Schwerpunkte: Aktuelle Themen und Entwicklungen in Ihrem Fachgebiet; Einblicke in Ihre klinische Tätigkeit, Forschung und universitäre Arbeit; wissenschaftliche Fragestellungen und Forschungsalltag; Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb Ihres Spezialgebiets; Erfahrungen aus Projekten, Studien oder interdisziplinärer Zusammenarbeit

Sie begleiten Studierende, die sich bewusst für das Mentoring-Programm und für Ihr persönliches Mentor:innenprofil entschieden haben. Grundlage für die Zuordnung sind die Angaben in Ihrem Profil. Ihre Mentees interessieren sich daher in der Regel besonders für Ihre beruflichen Erfahrungen, Ihre fachliche Expertise oder die von Ihnen beschriebenen Themenfelder. Die Mentoring-Gruppen bestehen aus zwei bis maximal fünf Studierenden.

Eine vollständige Übereinstimmung der Interessen ist dabei nicht erforderlich: Gerade unterschiedliche Perspektiven und Fragen innerhalb der Gruppe können den Austausch bereichern. Im Mittelpunkt steht ein offenes Mentoring, in dem Studierende Orientierung gewinnen, Erfahrungen einordnen und individuelle Anliegen einbringen können.

Ja. Ihr Engagement als Mentor:in wird im Rahmen Ihrer Lehrbeauftragung anerkannt. Für jede durchgeführte Mentoring-Gruppe erhalten Sie eine Semesterwochenstunde. Zusätzlich werden Ihnen in Ihrem ersten Mentoring-Semester einmalig weitere 0,5 Semesterwochenstunden angerechnet.

Die Anrechnung erfolgt auf Grundlage Ihrer Rückmeldung zur Durchführung des Mentorings im Lehrbeauftragungs-Rückmeldeformular. Bitte übermitteln Sie dieses an: lehrorganisation@i-med.ac.at

Ja. Sowohl die Vorbereitung als auch die Durchführung des Mentorings können im Rahmen Ihrer Habilitation berücksichtigt werden:

  • Einführungsworkshop: Die verpflichtende Grundschulung für Mentor:innen wird als Wahlmodul für die erforderlichen didaktischen Kurse im Rahmen der Habilitation anerkannt.
  • Mentoring-Tätigkeit: Die Durchführung des Mentorings wird als Habilitationslehre („Habil-Lehre“) angerechnet, sofern das Mentoring durch die Mentees evaluiert wurde.

Bitte beachten Sie, dass die Evaluation eine Voraussetzung für die Anerkennung der Mentoring-Tätigkeit als Habil-Lehre ist.

Nein. Die Teilnahme am Mentoring-Programm erfolgt auf freiwilliger Basis und aus persönlichem Interesse am Austausch mit erfahrenen Mentor:innen. Für die Teilnahme werden keine ECTS-AP vergeben. Das Mentoring ist somit kein curricularer Bestandteil des Studiums, sondern ein ergänzendes Angebot zur individuellen Orientierung, persönlichen Entwicklung und Karriereplanung.

Ein Mentoring-Zyklus erstreckt sich über ein Studienjahr. Die Anmeldung für interessierte Studierende findet jeweils im Oktober statt. Im Anschluss erhalten Sie die Information zu Ihrer Mentoring-Gruppe und organisieren ab Ende Oktober die individuellen Treffen mit Ihren Mentees. Die Rückmeldung über die Durchführung des Mentorings erfolgt im Rahmen der Lehrbeauftragungs-Rückmeldung im Juli. Selbstverständlich können Sie auch über einen einzelnen Zyklus hinaus als Mentor:in tätig bleiben und Studierende in weiteren Studienjahren begleiten.

Kontakte

Kontaktieren Sie uns gerne bei Fragen oder Interesse.

Programm-Management – Organisatorische und technische Fragen
Judith Kathrein, MSc
Digitales Lehren und Lernen, Abteilung Informationstechnologie (IT)
Mag. Konstantin Sagmeister
Bereich Lifelong Learning, Abteilung für Lehr- und Studienorganisation
mentoring@i-med.ac.at

Kontaktperson Mentoring Humanmedizin
Dr. Christoph Hochmayr
Initiator des Mentoring-Programms, Universitätsklinik für Pädiatrie II
christoph.hochmayr@i-med.ac.at

Kontaktperson Mentoring Molekulare Medizin
Assoz.-Prof. PD Mag. Dr. Gerald Brosch
Studiengangsleiter Molekulare Medizin, Institut für Molekularbiologie
gerald.brosch@i-med.ac.at